Vom Hotel am Bayrischen Platz zu Fuß durchs Leipziger Zentrum. Bayerischer Bahnhof, Augustusplatz, Passagen, Bach und Nikolaikirche für Deinen Tag in Leipzig.
Vom Bayrischen Platz ins Zentrum
Unser Hotel am Bayrischen Platz eignet sich gut für einen Tag im Leipziger Zentrum, weil Du fast alles zu Fuß erledigen kannst. Von der Paul-List-Straße 5 aus liegen Ring, Augustusplatz, Passagen und die großen Kirchen nah beieinander.
Wir nehmen Dich mit auf eine Runde gegen den Uhrzeigersinn. Start ist der Bayerische Bahnhof vor der Tür, dann über den Roßplatz in die Lenné-Anlage, weiter zur Moritzbastei und auf den Augustusplatz. Von dort gehst Du über Nikolaikirche und Passagen zum Markt und zur Thomaskirche, bevor Du wieder Richtung Hotel oder abends auf die KarLi abbiegen kannst. Für Leipzigs lässigste Meile lohnt unser weiterführender KarLi-Guide.
Bayerischer Bahnhof und die Gose
Trittst Du aus dem Hotel, steht der Bayerische Bahnhof praktisch gegenüber. Einer der ältesten erhaltenen Kopfbahnhöfe, heute S-Bahn-Halt und sichtbares Stück Stadtgeschichte. Im historischen Portikus sitzt das Gasthaus Bayerischer Bahnhof mit Biergarten. Hier wird die Leipziger Gose gebraut und ausgeschenkt, das Original mit Salz und Koriander, das es so nur hier gibt. Früher war sie Leipzigs Bierkönigin, später fast vergessen, und heute trinkst Du sie wieder an genau diesem Ort. Wenn Du den Tag gemütlich öffnen oder abends schließen willst, ist das der nächste Stop ohne Navigation.
Die dazu passende Hausgeschichte unseres Hotels, inklusive Karl-Marx-Aufenthalt, kannst Du übrigens in unserem Blog Geschichte zum Einchecken nachlesen.
Über den Roßplatz in die Lenné-Anlage
Vom Hotel läufst Du Richtung Ring und Roßplatz. Bevor die große Kulturkulisse beginnt, lohnt das Grün der Lenné-Anlage, von vielen Leipzigerinnen und Leipzigern Schillerpark genannt. Peter Joseph Lenné hat diesen Parkbogen am südöstlichen Innenstadtring im 19. Jahrhundert angelegt.
Vom Hotel aus ist die Anlage auch eine gute kurze Joggingrunde. Du bleibst nah am Ring, bist im Grünen und in wenigen Minuten wieder an der Paul-List-Straße.
Moritzbastei und Augustusplatz
Am Rand der Lenné-Anlage steht die Moritzbastei, der letzte erhaltene Teil der alten Leipziger Stadtbefestigung. Zwischen 1551 und 1554 errichtet und nach Kurfürst Moritz von Sachsen benannt, war sie Festung, später Schule und nach dem Krieg lange eine Trümmerlandschaft. Ab den 1970er Jahren räumten Studierende die Gewölbe frei, und seit 1982 gibt es hier Kulturprogramm. Heute findest Du Konzerte, Clubs, Café und oft auch Führungen durch die Keller. Samstags gibt es öffentliche historische Touren.
Nur ein paar Schritte weiter stehst Du auf dem Augustusplatz. Hier stehen die Oper Leipzig und das Gewandhaus einander gegenüber, dazwischen der Mendebrunnen. Das Paulinum der Universität erinnert an die Universitätskirche St. Pauli, die Paulinerkirche. Am 30. Mai 1968 ließ die SED die intakte Kirche sprengen, um Platz für einen sozialistischen Uni-Campus am damaligen Karl-Marx-Platz zu schaffen. Das heutige Paulinum nimmt Form und Erinnerung der Kirche wieder auf und steht an der Uni-Seite des Platzes. Oper und Gewandhaus lohnen auch ohne Ticket.
Willst Du den Überblick, fährst Du hoch in den Panorama Tower im City-Hochhaus, dem Uniriesen. Östlich vom Zentrum und noch immer gut zu Fuß erreichbar liegt das Grassimuseum am Johannisplatz. Dort geht es um angewandte Kunst, und das denkmalgeschützte Haus ist architektonisch ein echter Hingucker. Dieser Stop lohnt sich allemal, wenn Du mehr über 3000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte erfahren möchtest. Die dazugehörige Dauerausstellung ist kostenfrei.
Nikolaikirche und die Passagen
Von der Nordseite des Augustusplatzes bist Du schnell an der Nikolaikirche. Hier starteten 1989 die Friedensgebete, aus denen die Montagsdemonstrationen wuchsen. Die wunderschöne Kirche und der Platz davor sind ein Pflichtstopp. Sie vermitteln die historische Bedeutung dieses Ortes, und das geht unter die Haut, auch ohne Führung.
Direkt daneben beginnt die Passagenwelt. Specks Hof ist die älteste erhaltene Passage der Stadt, mit Lichthöfen und dem typischen Messehaus-Gefühl. Weiter westlich führt Dich die Mädlerpassage mit Schaufenstern, Arkaden und dem Eingang zu Auerbachs Keller. Goethe-Faust-Flair inklusive. Drumherum liegen weitere Höfe und Durchgänge, in denen Du Leipzigs Innenstadt besonders gut erleben kannst. Du läufst durch Arkaden, Lichthöfe und kleine Achsen, in denen sich Alltag, Shopping und Geschichte mischen. Genau deshalb bleiben viele Gäste hier länger hängen, als sie geplant hatten.
Wenn Du Zeit für Zeitgeschichte mitbringst, liegt das Zeitgeschichtliche Forum an der Grimmaischen Straße praktisch auf dem Weg. Die Ausstellung zur DDR und zur Friedlichen Revolution gibt dem Nikolaikirch-Stop noch mehr Tiefe.
Markt und Altes Rathaus
Ein paar Minuten weiter stehst Du auf dem Markt, dem historischen Herzstück der Innenstadt. Hier war jahrhundertelang Messe und Handel zu Hause, und heute mischt sich das mit dem Alltag der Stadt und Besuchern aus aller Welt. Dienstags und freitags steht der Wochenmarkt mit regionalen Produkten, dazwischen Feste und Markttage, und im Winter füllt der Weihnachtsmarkt den Platz bis an die Häuserfronten. Unter dem Pflaster liegt seit 2013 die S-Bahn-Station Markt. Der Platz selbst wurde nach dem großen City-Tunnel-Bau neu gefasst, mit Naturstein und dem zurückgekehrten Stadtwappen im Boden, und mittendrin thront das Alte Rathaus mit seiner Renaissance-Fassade. Der Bau von 1556 ist fast hundert Meter lang und seit 1909 Heimat des Stadtgeschichtlichen Museums. Im Haus erzählt die Dauerausstellung Leipzig vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Du gehst durch Festsaal, Ratsstube und Keller und triffst auf Originale wie das Haussmannsche Bachporträt. Hier wurde Bach 1723 zum Thomaskantor gewählt. Der Eintritt in die Dauerausstellung ist frei, und das Alte Rathaus selbst ist das stärkste Exponat.
Bach an der Thomaskirche
Westlich vom Markt wartet die Thomaskirche. Hier liegt Johann Sebastian Bach begraben, und hier singen die Thomaner, der weltberühmte Knabenchor der Thomaskirche, dessen Tradition bis ins Mittelalter zurückreicht. Für viele Musikfans ist das ein Wallfahrtsort.
Die Thomaskirche ist berühmt für ihre Motetten, eine musikalische Gottesdienstform mit dem Thomanerchor. Diese finden freitags um 18 Uhr und samstags um 15 Uhr statt, oft begleitet von Musikerinnen und Musikern des Gewandhausorchesters. Samstags erklingt zusätzlich regelmäßig eine Bach-Kantate. Auch ohne Motette lohnt der Thomaskirchhof mit dem Bach-Denkmal. Hier funktioniert der Spagat zwischen Tourismusmagnet und Kirchalltag auf eindrucksvolle Art.
Willst Du die Runde noch etwas länger machen, gehst Du vom Bach-Viertel zum Neuen Rathaus am Burgplatz. Der Historismus-Bau mit dem hohen Turm steht auf dem Gelände der alten Pleißenburg und ist eines der starken Postkartenmotive der Stadt. Von dort bist Du wieder nah am Ring und damit am Rückweg zum Hotel.
Beide Kirchen und der Markt liegen vom Hotel aus im Viertelstunden- bis Zwanzig-Minuten-Bereich, je nach Tempo und wie oft Du unterwegs hängen bleibst.
Abends weiter auf der KarLi
Willst Du nach dem Zentrumsabend noch Essen, Bars oder Stöbern, ist die KarLi von hier aus der natürliche Anschluss. Zwei Straßen westlich beginnt die Achse Richtung Südvorstadt und Connewitz. Welche Stops sich wirklich lohnen und wie Du von beiden little-BIG-Hotels aus reinläufst, steht im KarLi-Guide.
Zurück im Hotel
Wenn der Tag voll ist, bist Du vom Markt, vom Neuen Rathaus oder vom Augustusplatz wieder schnell an der Paul-List-Straße. Unser Hotel am Bayrischen Platz bleibt die Homebase in Zentrum Süd, mit S-Bahn und Tram vor der Tür und dem Bayerischen Bahnhof als Nachbarn.
Einige Stops aus diesem Text findest Du auf der Karte.