Zum Hauptinhalt springen

Phishing-Warnung: Wir fordern nie Zahlungsdaten an. Mehr Infos

Berlin LINDEMANN'S

Charlottenburg Guide vom LINDEMANN'S

09. September 2026 · little BIG hotels

Vom LINDEMANN'S in Schöneberg nach Charlottenburg. KaDeWe, Gedächtniskirche, Ku'damm, Savignyplatz und Kantstraße für einen Tag City West.

Vom LINDEMANN’S nach Charlottenburg

Charlottenburg und die City West gehören zu den klassischen Berlin-Tagen. Die Mischung aus Shopping, Atmosphäre und Kiezspaziergängen ist einfach unwiderstehlich. Hier lag lange das Zentrum West-Berlins, mit dem Kurfürstendamm, kurz Ku’damm, dem KaDeWe und der Gedächtniskirche als festen Ankern. Unser Fokus liegt zwischen Wittenbergplatz, Breitscheidplatz, Ku’damm, Savignyplatz und der Kantstraße. Am Ende der Achse kannst Du die Route noch öffnen, denn Charlottenburg kann mehr. Schloss Charlottenburg, Klausenerplatz und Lietzensee sind besondere Orte mit einem ganz anderen Vibe als der Ku’damm.

Du startest bei uns im LINDEMANN’S an der Potsdamer Straße. Je nach Verbindung bist Du in etwa zehn bis fünfzehn Minuten am Wittenbergplatz. Die U2 ab Bülowstraße bringt Dich dorthin in wenigen Stationen. Für Strecken auf dem Ku’damm eignen sich die Busse M19, X10 und M29; die M19 hält praktisch an der Bülowstraße.

Wenn Du von unserem LINDEMANN’S an der Potsdamer Straße die U2 Richtung Zoo nimmst, bist Du nach wenigen Stationen in der City West. Am Wittenbergplatz beginnt der Bummel Richtung Breitscheidplatz mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, einem der bekanntesten Wahrzeichen Berlins, und dem berühmten Ku’damm daneben. Ein paar Blöcke weiter liegt der Savignyplatz mit seinem Kiez. Das ist klassisches West-Berlin, mit Cafés, Bars und der Kantstraße zum Essen und Stehenbleiben.

Wittenbergplatz und KaDeWe

Am Wittenbergplatz stehst Du vor dem klassischen Einstieg in den Westen. Der U-Bahnhof ist kein Durchgangsflur. Alfred Grenander baute ihn Anfang des 20. Jahrhunderts als repräsentativen Umsteigebahnhof mit Empfangsgebäude auf der Platzmitte. Nach dem Krieg und späteren Umbauten steht er unter Denkmalschutz und wurde in den 1980ern sorgfältig restauriert. Die Halle mit dem offenen Dach und den Bahnsteigen darunter lohnt den Blick, bevor Du wieder nach oben gehst. Heute halten hier U1, U2 und U3.

Direkt daneben liegt das KaDeWe, das Kaufhaus des Westens. Adolf Jandorf eröffnete es 1907 an der Tauentzienstraße schon als exklusives Haus, mit Mode von den Laufstegen aus Paris und einer Lebensmittelabteilung, die damals riesig und für viele Berliner neu wirkte. Amtlich liegt das KaDeWe in Schöneberg, mental gehört es zum Auftakt der City West. Auf der sechsten Etage, der Feinschmecker-Etage, findest Du Delikatessen, Bars und Stände mit Austern, Fisch, Käse und Champagner. Hier ist der Ort für Deinen speziellen Lunch-Stop mitten im Kaufhaus.

KaDeWe am Wittenbergplatz

Breitscheidplatz und die Gedächtniskirche

Weiter westlich stehst Du am Breitscheidplatz mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Die Turmruine blieb nach dem Zweiten Weltkrieg bewusst stehen. Kirche und Neubau sind Gotteshaus und zugleich Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung, eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins.

Seit Dezember 2017 liegt auf dem Platz ein zweites Mahnmal, der Goldene Riss. Er erinnert an den Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche 2016, bei dem zwölf Menschen starben und viele verletzt wurden.

Östlich steht das Europa-Center, in den 1960ern als Wahrzeichen West-Berlins gebaut, mit dem drehenden Mercedesstern auf dem Hochhaus. Vor dem Krieg stand hier das Romanische Café, Treffpunkt von Literaten und Künstlerinnen. Im Center lohnt ein Blick auf die Uhr der fließenden Zeit, die hohe Wasseruhr über mehrere Etagen. Davor plätschert der Weltkugelbrunnen, von Berlinerinnen und Berlinern nur Wasserklops genannt.

Gleich nebenan liegt Bikini Berlin, eine der Concept Malls der Stadt, mit Boutiquen, Flagships und wechselnden Pop-up-Stores in den Holz-Boxes. Oben im 25hours Hotel liegt die Monkey Bar mit Terrasse und Blick über Zoo und Stadt, einer der festen To-be-Places in der City West.

Und wenn Du abends noch Kultur willst, liegt der Zoo Palast an der Hardenbergstraße bereit. Das legendäre Premierenkino am Zoo zeigt regelmäßig Originalfassungen. Gleich in der Nähe zeigt C/O Berlin im Amerika Haus Fotografie und Ausstellungen.

Auf dem Ku’damm

Dann kommt der berühmte Ku’damm. Gleich an der Ecke Joachimsthaler Straße liegt das Kranzler Eck, jahrzehntelang Inbegriff von City West. Café Kranzler, rot-weiße Markisen am Boulevard und oben die Rotunde mit dem Rundumblick gehörten zum Bild. Hier ging es um Kaffee, Torte und Sehen-und-gesehen-werden. Nach Leerstand und Umbau lebt der Ort gerade neu auf, mit Shopping und Gastro über mehrere Etagen inklusive Rotunde, dazu Dachgarten und ein neu gestalteter Innenhof, in dem auch Open-Air-Kino läuft. Der Name bleibt, die Bühne am Boulevard kommt zurück.

Schräg gegenüber steht das Ku’damm-Eck, der andere Look-Klassiker dieser Kreuzung. Die gerundete Fassade, die große Videofläche an der Ecke und der hohe Baukörper gehören zum Postkartenbild der City West. Früher stand hier der umstrittene 70er-Jahre-Komplex, seit Anfang der 2000er der heutige Neubau. Zusammen mit dem Kranzler Eck markiert dieses Eckpaar den Einstieg in den Boulevard. Von hier aus geht es mit Schaufenstern und Gehwegen weiter nach Westen.

Willst Du Strecken abkürzen, nimmst Du X10, M19 oder M29 und steigst weiter westlich wieder aus, zum Beispiel Richtung Uhlandstraße, Adenauerplatz oder Halensee.

Vom Ku’damm biegst Du in die Uhlandstraße und folgst dann der Grolmanstraße bis zum Savignyplatz. Schon nach ein paar Blöcken wird aus Boulevard wieder Kiez, und genau dort wartet das Wohnzimmer von Charlottenburg.

Wohnzimmer Savignyplatz

Der Savignyplatz ist klassisches West-Berlin, mit Grün, Stadtbahnbögen, Cafés und Bars sowie Seitenstraßen zum Flanieren. Die Kantstraße schneidet den Platz, und genau diese Mischung aus Ruhe und Durchgangsverkehr macht ihn aus.

Entlang der S-Bahnbögen führt der Else-Ury-Bogen, eine Fußgängerpassage parallel zu den Gleisen. Darunter liegt der Bücherbogen mit Fokus auf Kunst, Architektur und Design, und schräg gegenüber das italienische XII Apostel, seit Jahren einer der festen Anlaufpunkte am Platz. Versetzt auf der anderen Seite, mit Eingang über die Grolmanstraße, setzt sich die Savigny Passage im Jeanne-Mammen-Bogen fort und verbindet Grolman- und Uhlandstraße unter den Bögen.

Nördlich vom Platz liegt in der Carmerstraße die Dicke Wirtin. Das Haus steht für Altberliner Küche und Kneipenatmosphäre. Das urige Interieur ist sehr detailverliebt, mit Holz, nostalgischen Bildern und allerlei Kleinzeug an den Wänden. Der Laden ist fast immer voll und gehört zum festen Inventar am Savigny. Nur etwa eine Minute weiter auf der Kantstraße steht das Schwarze Café. Seit 1978 ist es am Start und fühlt sich an, als wäre es schon immer da. Ein echter Klassiker auf der Kantstraße und sogar nachts bis 3 Uhr geöffnet. Gleich danach gehört Jazz im A-Trane seit Jahrzehnten zum Kiez dazu.

Asiatown auf der Kantstraße

Die Kantstraße ist einer der stärksten Gastro-Hotspots in Charlottenburg. Parallel zum Ku’damm, aber mit ganz eigenem Puls. Asiatische Küchen stehen hier dicht beieinander, von chinesisch und vietnamesisch bis japanisch und koreanisch. Alte Klassiker liegen neben neueren Adressen im selben Straßenverlauf. Nicht umsonst wird die Kantstraße auch als Asiatown bezeichnet.

Zwei China-Häuser gehören für Dich zum Pflichtprogramm. Good Friends in der Kantstraße 30 ist seit den frühen Neunzigern die Berliner Referenz für authentische kantonesische Küche. Der Laden ist oft voll, auch mit chinesischen Stammgästen, und die Karte geht weit über die üblichen Verdächtigen hinaus, mit Meeresfrüchten, Dim Sum und klassischen Gerichten vom Wok. Weiter westlich, ebenfalls direkt an der Kantstraße, wartet Do De Li in der Kantstraße 120. Das Restaurant bietet südchinesische Küche und ist bekannt für die Crossing-the-bridge-Nudelsuppen aus Yunnan. Sternekoch Tim Raue ist Fan des seit Ende der Neunziger Jahre bestehenden Restaurants. Hier ist es meist etwas ruhiger als bei Good Friends.

Und dann The Duc Ngo, oft „König der Kantstraße“ genannt. 1999 startete er mit Kuchi in der Kantstraße 30, später kamen unter anderem Madame Ngo und am anderen Ende der Achse Funky Fisch sowie das 893 Ryōtei in der Kantstraße 135 dazu. Das 893 ist auch optisch ein Anker. Von außen wirkt die ehemalige Schlecker-Filiale wie ein Lost Place, mit Graffiti und verspiegelter Fassade. Drinnen findest Du dunkles Interieur und japanische Küche mit Fusion. Die „verlassene“ Optik ist bewusstes Design, kein Zufall. Reservieren lohnt sich, besonders abends.

Sich treiben lassen in Charlottenburg

Durch die Charlottenburger Kieze zu Fuß zu spazieren hat seinen ganz besonderen Charme. Abseits vom Boulevard findest Du Seitenstraßen und kleine Plätze mit Altbauten, Cafés und Alltag. Hier lohnt eine klare Route, die Dich mitten in den Wohnkiez führt.

Ein besonders schönes Stück liegt südwestlich vom Savignyplatz, mit dem Meyerinckplatz mittendrin. Das ist eher ein Plätzchen als ein großer Stadtplatz, mit ovaler Insel, Bäumen, der Ikarus-Skulptur, Cafés und Altbaufassaden. Drumherum liegen Mommsenstraße, Sybelstraße, Clausewitzstraße und Giesebrechtstraße. Früher wohnte hier viel jüdisches Bürgertum; Stolpersteine in den Seitenstraßen erinnern daran.

Vom Savignyplatz gehst Du die Knesebeckstraße nach Süden bis zur Mommsenstraße, folgst der Mommsen bis zur Wielandstraße und dort wieder nach Süden bis zum Walter-Benjamin-Platz. Der langgestreckte Platz zwischen Wieland- und Leibnizstraße mit den Leibniz-Kolonnaden ist ein eigener Stop. Hans Kollhoff hat ihn um 2000 als italienische Piazza gedacht, mit Granit unter den Füßen, doppelstöckigen Kolonnaden als Wetterschutz und einem Brunnen zur Leibnizstraße hin. Unter den Bögen liegen Cafés und Restaurants, und im Sommer hängen manchmal bunte Sonnen- und Regenschirme über dem Platz. Du querst den Platz und gehst in die Sybelstraße hinein bis zum Meyerinckplatz. Von dort aus kannst Du Dich in Giesebrecht- und Clausewitzstraße weiter treiben lassen.

Altbauten rund um den Meyerinckplatz

Schloss Charlottenburg und Umgebung

Charlottenburg kann noch viel mehr. Weiter westlich liegt rund um das Schloss Charlottenburg eine ganz andere Schicht der Stadt. Zum Schlossviertel gehören der Klausenerplatz, der Schlosspark und das Bröhan-Museum in der Schloßstraße. Am besten steigst Du an der U7 Mierendorffplatz aus und läufst von dort zum Schloss. Der Klausenerplatz wirkt bodenständiger als der Boulevard, mit Altbauten, kleinen Cafés und Alltag vor der Tür. Manche nannten die Gegend früher den „kleinen Wedding“ im Westen, und etwas von diesem eigenen Charakter ist geblieben. Am Schloss selbst lohnt vor allem der Schlosspark, mit Wegen, Wasser und der großen Grünfläche hinter dem Gebäude. Gleich nebenan zeigt das Bröhan-Museum Jugendstil, Art Déco und Funktionalismus in einem alten Garderegimentsbau des Ensembles. Wenn Du Kultur und Grün an einem Ort verbinden willst, hast Du Schloss, Museum und Kiez hier dicht beieinander.

Von hier aus kannst Du herrlich weiterlaufen, vom Schloss über den Klausenerplatz zum Lietzenseepark. Der See liegt etwas südlicher, von der Neuen Kantstraße geteilt, mit altem Baumbestand, Wiesen und Blick aufs Wasser. Baden ist nicht erlaubt, Spazieren und Sitzen schon. Am Ufer wartet das Bootshaus Stella am Witzlebenplatz. Willst Du direkt zum See, nimmst Du die U2 bis Sophie-Charlotte-Platz.

Zurück im LINDEMANN’S

Wenn der Tag voll ist, bringt Dich U-Bahn oder Bus wieder nach Schöneberg zu unserem LINDEMANN’S. Dich erwartet ein urbanes Haus mit außergewöhnlichen Zimmern, und abends der Kiez vor der Tür.

Brauchst Du noch mehr Schöneberg? Dann liegen unser Bowie-Guide, der Potsdamer-Platz-Guide und der Essens-Guide zur Potsdamer Straße bereit. Die Stops aus diesem Charlottenburg-Guide findest Du auf der Karte.

Interaktive Karte

Alle Orte auf einen Blick

Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende